Naturschutz, Regionalentwicklung & Tourismus

autumnautumnautumn

Willkommen
im Naturpark Thüringer Wald

Naturparkinformationszentrum und
Rennsteig-Imbiss Spechtsbrunn

Unser Naturparkinformationszentrum wurde am 28. April 2000 eingeweiht. Dieses markante Datum ist auf ein Ereignis zurückzuführen, das genau 10 Jahre zuvor hier oben stattgefunden hat. „Frei ist der Kammweg“ - so ist auf dem mannshohen Basaltblock am Eingang unseres Hauses zu lesen. Wurde doch am 28. April 1990 der bis dato mit einer schier unüberwindlichen Barriere versehene Rennsteig zwischen Spechtsbrunn und Kleintettau, zwischen Thüringen und Bayern, endlich wieder geöffnet und unser Kammweg, der über den Thüringer Wald, den Frankenwald und über das Thüringer Schiefergebirge verläuft, wieder in seiner gesamten Länge bewanderbar und befahrbar gemacht. Unser Naturparkinformationszentrum liegt direkt an der Grenze. Hier oben treffen der Naturpark Thüringer Wald, der Naturpark Frankenwald und der Naturparkpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale aufeinander. Auch die Landkreise Sonneberg, Kronach und Saalfeld/Rudolstadt begegnen sich hier.

Am Standort „Kalte Küche“ befinden sich der Rennsteigwanderweg, der Rennsteigradwanderweg und der Lions-Radwanderweg Saalfeld- Kronach. Hier kreuzen sich auch die Thüringisch-Fränkische Schieferstraße mit der Alten Heer- und Handelsstraße Nürnberg-Leipzig, die hier oben ihren höchsten Punkt erreicht hat. Sagenhafte Geschichten ranken sich um diese ehemals strategisch wichtige Verbindungsachse zwischen Nord und Süd.

Nicht zuletzt verdanken die Anliegerorte, so auch Spechtsbrunn, ihre Entstehung und Entwicklung der Existenz dieser Straße. Auch die jüngere Geschichte hat ihre Spuren hinterlassen. Wenn wir heute vom „Grünen Band“ sprechen, so muss auch erwähnt werden, dass unmittelbar an der innerdeutschen Grenze auf Thüringer Territorium keine Siedlungen geduldet wurden. An den ehemaligen Ortsteil Christiansgrün, dessen Bewohner schikaniert und davon gejagt wurden, um die Gebäude schließlich dem Erdboden gleich zu machen, erinnert heute eine Gedenktafel. Die Orte Haselbach, Hasenthal und Spechtsbrunn liegen an der Thüringisch-Fränkischen Schieferstraße.

Ein Haupterwerbszweig noch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war die Verarbeitung von Schiefergestein, dass sowohl über als auch unter Tage gebrochen wurde. Je nach Schieferart wurden Dach- und Wandschiefer als Hauseindeckung, Schiefertafeln und Stifte, sogenannte Griffel, für die Schüler oder Wetzsteine und Abziehsteine zum Schärfen von Messern aller Art hergestellt. Auch diese Geschichte ist heute noch lebendig - mächtige Schieferhalden und ehemalige Brüche sind Zeitzeugen der Vergangenheit. Einige Produktionsstätten, sogenannte Großhütten, sind heute beliebte Ausflugsgaststätten.