Naturschutz, Regionalentwicklung & Tourismus

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Willkommen
im Naturpark Thüringer Wald

Ausstellung Vogelarten im Naturparkinformationszentrum Rennsteiggarten Oberhof

Im Frühjahr 2005 wurde die Ausstellung des Naturparks Thüringer Wald im Hauptgebäude des Rennsteiggartens zum Thema „Seltene und gefährdete Vogelarten der Kammlagen des Thüringer Waldes” gestaltet. Die neue Ausstellung richtet sich mit populärwissenschaftlichem Akzent an ein naturinteressiertes Publikum und die breite Öffentlichkeit.

Das Thema wird in der Auswahl bekannter und weniger bekannter Vogelarten und der wichtigsten Lebensräume behandelt. Dabei wollen wir mit der Ausstellung drei Botschaften vermitteln:

  • Die Vogelarten sind den Lebensräumen in den Kammlagen des Thüringer Waldes angepasst.
  • Die Vogelarten sind wichtige Glieder in den Nahrungsnetzen der Ökosysteme des Thüringer Waldes.
  • Einige Vogelarten sind gefährdet - jeder kann etwas für ihren Schutz tun.

Insgesamt will Sie diese Ausstellung in einfacher Sprache umfassend und verständlich über Lebensraum, Lebensweise, Nahrungsnetze, Grad der Gefährdung und Schutz seltener und gefährdeter Vogelarten informieren.

In Zusammenarbeit mit dem Museum der Natur Gotha und dem Naturparkzentrum Friedrichshöhe zeigen wir viele Präparate u.a. von Uhu, Waldohreule, Waldkauz, Schleiereule, Rauhfußkauz, Mäusebussard, Sperber, Turmfalke, Seidenschwanz, Grauspecht und Grünspecht, Singdrossel, Amsel etc. und ebenso ein Exemplar eines Auerhahns.

In der Ausstellung werden Ihnen die Botschaften mit Texten, Grafiken und Bildern, sowie mit ausgewählten Präparaten vermittelt.

Zuerst können Sie einige bekannte Vogelarten wiedererkennen oder weniger bekannte, seltene Vogelarten neu dazu lernen.

Zweitens werden Ihnen hier grundsätzlich die Lebensräume und Lebensbedingungen dargelegt und an ausgewählten Beispielen aus den Fichtenbergwäldern und den Buchenmischwäldern, aus den Mooren und den Bergwiesen näher erläutert.

Drittens entdecken Sie Ihr Wissen zu Nahrungsketten und Nahrungsnetzen nach Schichten des Waldes wieder.

In der Ausstellung wird dabei auch dargestellt, daß Tierspuren nicht nur Fußabdrücke sind.

In vier Vitrinen werden folgende Spuren vorgestellt:

  • stellt Wohnräume und Behausungen vor, z.B. im Totholz und in Blattgespinsten
  • zeigt den Futterplatz von Specht, Eichhörnchen und Kreuzschnabel
  • Exkremente und Gewölle …verraten, welche Tiere in einem Gebiet leben, wovon sie sich ernähren.

macht auf Fraßspuren z.B. von Mäusen, Vögeln und Käfern aufmerksam.

Viertens lernen Sie Fakten zur Gefährdung und zum Schutz von Vogelarten kennen. Geschult werden soll auch das Verständnis, was jeder Einzelne für einen Beitrag leisten kann. Am Beispiel des Auerhuhns wird dargelegt, was Fachleute für den Schutz von Vogelarten tun können.

Schließlich können Sie sich in das ausliegende Infomaterial vertiefen und Bauanleitungen für vier Nisthilfen mitnehmen, die auch zu sehen sind: 1. Nistkasten mit Vorbau, 2. Halbhöhle, 3. Schwalbennest und 4. zum Vergleich einen Fledermauskasten. Außerdem erwartet Sie im Garten die weitere Entdeckung von vogelkundlichen Informationen.

Außer dieser Naturpark Ausstellung im Hauptgebäude des Rennsteiggartens kann man sich im Gartengelände am Info-Punkt anhand von Bildtafeln über einheimische Pflanzen und Tiere und über die Funktionen des Waldes informieren. Auch der Verlauf des bekannten Kammwanderweges Rennsteig und einige markante Punkte seiner Geschichte werden dargestellt.