Naturschutz, Regionalentwicklung & Tourismus

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Willkommen
im Naturpark Thüringer Wald

Naturparkinformationszentrum und Schloss Altenstein

Herzlich Willkommen auf den Seiten des Naturparkinformationszentrums Schloss Altenstein.

Hier finden Sie als Freund der Gärten und Schlösser einen Überblick zu unseren Angeboten.

Naturparkinformationszentrum

Das Naturparkinformationszentrums, im Ortsteil Altenstein der Gemeinde Bad Liebenstein gelegen, befindet sich im ehemaligen Hofmarschallamt des Schlosses Altenstein.

Die Anlage von Schloss und Park Altenstein ist ein Ortsteil des bekannten Kurortes und ältesten Thüringer Bades, der Stadt Bad Liebenstein, von der sie etwa zwei Kilometer entfernt und, in nördlicher Richtung auf dem Wanderwege, in einer guten halben Stunde zu erreichen ist. Südwestlich grenzt der Fröbelort Schweina an den Rand der Parkanlage, im Osten schließt sich die Bebauung von Steinbach an. In der weiteren Umgebung liegen zehn Kilometer westlich die Kreisstadt des Wartburgkreises Bad Salzungen und knapp zwanzig Kilometer nördlich die Kreisfreie Stadt Eisenach.

Schloss Altenstein

Die natürlichen Gegebenheiten des Geländes, auf dem sich heute eines der bedeutendsten Gartenkunstwerke Thüringens befindet, schienen für die Anlage eines Landschaftsgartens geradezu geschaffen. Zechsteinriffe mit imposanten und bizarren Felsbildungen ragen an verschiedenen Punkten des Areals aus dem Gebirgsrücken, der sich mehrfach, so im Kernbereich, dem sogenannten Innenpark, plateauartig erstreckt. Am westlichen Ende dieser zu Tal der Schweina abfallenden Bergplatte hatte man im Mittelalter eine Burg errichtet, deren Standort für die nachfolgenden Bebauungen stets den Bezugspunkt bildete und an dem heute das Schloss steht.

Das Schloss Altenstein wurde 1888/ 89 im englischen Stil der Spätrenaissance aus einem vorher bestehenden Barockschloss umgebaut. Das Barockschloss wurde 1736 von der zweiten Generation der Herzöge von Sachsen - Meiningen erbaut, nachdem 1733 das Ritterschloß der Hunde von Wenkheim, die seit Ende des 15. Jahrhunderts den Altenstein als erbliches Mannlehen besaßen, durch Brandstiftung völlig zerstört worden war.

Der Theaterherzog Georg II erwärmte sich bei seinen Besuchen in England am Tudorstil englischer Herrschaftshäuser und erteilte seinem Hofbaumeister Neumeister den Auftrag zum Umbau der Meininger Sommerresidenz im Stil der englischen Spätrenaissance. Das Schloss war bis 1918 Sommerresidenz, wurde 1942 an den Freistaat Thüringen verkauft, war dann im 2. Weltkrieg Erholungsheim des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht und wurde ab 1949 in Pacht der Handwerkskammer Thüringen als Handwerkererholungsheim genutzt. Dies war eine durchaus schonende Nutzung für ein Denkmal, doch leider gab es am 4. Februar 1982 einen furchtbaren Brand und das Schloss brannte bis auf die Außenmauern nieder. Das Dach stürzte zusammen und vom Innenleben blieb kaum etwas übrig.

Gegenwärtig wird das Schloss in Regie der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten restauriert. Das Dach ist wieder farb- und fassadengetreu gedeckt, doch gibt es noch vieles zu tun. Entsprechend den finanziellen Möglichkeiten durch das Land Thüringen wird die Restaurierung äußerlich noch einige Jahre dauern und als Nutzungsvariante wird gegenwärtig der Ausbau zu einem Regionalmuseum des Wartburgkreises favorisiert.

Landschaftspark

Der Altensteiner Landschaftspark mit seiner 160 ha Flächenausdehnung gehört heute zu den schönsten seiner Art in Deutschland, weil es bei seiner Anlage vor rund 200 Jahren so wundervoll gelungen ist, die natürlichen Besonderheiten in die Parkarchitektur einzubeziehen. Das sind die Felsen des Altensteiner Zechsteinriffes, die entweder als Träger kleiner Gebäude oder als begehbare Aussichtspunkte genutzt wurden und noch werden.

Die ersten Landschaftsgestalter waren riffbildende Organismen des Zechsteinmeeres, in der erdgeschichtlichen Periode des Perm vor ca. 250 Mill. Jahren. An den Küsten und Untiefen des Zechsteinmeeres wuchsen auf den Überresten des Variskischen Gebirges mächtige Riffkörper empor. Hauptriffbildner waren Kalkalgen, Bryozoen oder Moostierchen, Armfüßler, Stachelhäuter und Muscheln. Das Altensteiner Riff ist das mächtigste Riff Deutschlands. Die Mächtigkeit beträgt mehr als 115 m, vergleichend dazu die als normal angesehene Mächtigkeit von 60 – 70 m.

Rundweg 4,5 km

Bei Ihrem Spaziergang auf dem rd. 4,5 km Rundweg auf Altenstein können Sie die Vielfalt des Altensteiner Zechsteinriffs bewundern, die schlanken Felsen begehen (eingehauene Treppenstufen) und die herrliche Aussicht auf die Anliegerkommunen des Parks, in die Werra - Aue und auf die Berge der Thüringer Rhön genießen. Beginnend am Info – Zentrum, wo Sie die Rundwegkarte erwerben können, können Sie besuchen und bewundern:

  • Blumenkorbfelsen und Rotunde – Felsen
  • Hohler Stein mit Felsengrotte und Felsspalte
  • Morgentor und Morgentorplateau
  • Langer Felsen
  • Teufelsbrückenfelsen
  • Ritterkapelle
  • Tarresfelsen

Altensteiner Höhle

Häufig durchsetzen Höhlen als ursprüngliche Lücken im Riff die Felsenwelt. Die größte Höhle mit 260 m Begehbarkeit ist die Altensteiner Höhle, die ein durch Verwitterung und Erosion erweitertes Kluftsystem darstellt.