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Die Geologie im Naturpark Thüringer Wald

Der Thüringer Wald ist ein Kammgebirge, der durch den Rennsteig als Rückrat deutlich markiert ist. Er ist die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Elbe (Gera, Ilm, Saale), Weser (Werra) und Main (Itz, Rodach). Senkrecht dazu zweigen Querkämme ab zwischen denen sich tief eingeschnittene Täler nach den Vorländern öffnen. Die Höhenunterschiede besonders im mittleren Thüringer Wald sind beträchtlich. Beispielsweise wird das Tal des Schneetiegels vom weniger als zwei Kilometer entfernten Schneekopf um 600 Meter überragt. Diese Gegensätze machen den landschaftlichen Reiz des Gebirges aus.

Ähnlich verhält es sich mit der Tambacher Mulde und dem Gebiet nordwestlich von Stützerbach. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Talformen und Gesteinen. Schuttablagerungen am Nordosthang des Großen Beerberges, im Tal des Schneetiegels und in einigen anderen Tälern auf der Nordflanke des mittleren Thüringer Waldes geben Anlaß zur Diskussion einer pleistozänen Vergletscherung des Thüringer Waldes.

Eindeutige Beweise konnten jedoch nicht gefunden werden. Der Große Beerberg hat wahrscheinlich nur eine kleine Eiskappe getragen. Die gerundeten Formen des Falkensteins bei Tambach-Dietharz sind eine dem Porphyr eigene Verwitterungsform, ohne das eine Abschleifung durch Gletschereis zu einem Rundbuckel vorliegt. Der Thüringer Wald hatte offensichtlich im Pleistozän keine größere Höhe als heute und hat daher die Schneegrenze kaum überragt.

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